Ziegeleipark

Ziegeleipark


Meißen. Bäume, Büsche, Wiese – viel mehr gibt es bislang nicht auf der Fläche hinter der alten Ziegelei an der Nossener Straße. Dabei ist das Areal direkt am neuen Kindergarten attraktiv für Eigenheim-Bauer: Von dort ist es nur ein Fußweg bis zur Altstadt. An der Nebenstraße bleibt es ruhig. Dennoch kommt man mit dem Auto schnell auf die B 101 und weiter Richtung Autobahndreieck Nossen. Allerdings wollte die Stadt mit dem Areal ursprünglich etwas anderes anfangen – der Bebauungsplan sah dort ein Sport- und Freizeitzentrum vor, direkt nebenan war ein Hotel geplant.

Nun verwandelt sich der größte Teil der Fläche allerdings in ein Wohngebiet. „Von 16 Baugrundstücken haben wir schon elf verkauft oder reserviert – nur noch fünf sind übrig“, sagt Maik Lehmann. Der Meißner Makler hat mit seiner Firma Lesta die meisten Freiflächen rund um die Alte Ziegelei gekauft. Das größte zusammenhängende Stück liegt gleich jenseits des neuen Kindergartens (siehe Karte). Zusätzlich zu den 16 Eigenheimplätzen dort kommen fünf Baufelder 100 Meter weiter – an der Stelle, wo die Straße An der Grubenbahn eine u-förmige Kurve macht. Außerdem gibt es ein Areal für zwei Doppelhäuser an der Ecke zur Brennerstraße.

 
Plan-Ziegeleipark
 

Kombination von Wohnen und Einkaufen

Am interessantesten für die Nachbarn dürfte jedoch ein Vorhaben auf der Brache zwischen der Nossener Straße, der Kita und der Alten Ziegelei sein: Dort plant Maik Lehmann eine Kombination von Wohnen und Einkaufen. „Das ganze Stadtviertel schreit förmlich nach Einkaufsgelegenheiten“, sagt der Makler. Denn ringsum sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Eigenheime entstanden, weitere sind im Bau. Mit der Errichtung der Kita habe die Stadt ein äußerst positives Zeichen für den Standort gesetzt – nun würden nur noch Einkaufsmöglichkeiten fehlen. Denn während sich etwa in Cölln ein Supermarkt an den anderen reiht, sucht man so etwas oberhalb der Altstadt vergebens. – Wie die Einkaufsmöglichkeiten konkret aussehen, ist allerdings noch offen.

„Möglich wäre sogar der Verkauf der Fläche an einen Investor, der entsprechende Pläne hat“, sagt Maik Lehmann. Konkret sind allerdings schon die Pläne für das Wohngebiet „Ziegeleipark“. Eine halbrunde Straße soll die 16 Grundstücke erschließen. Stimmen die Stadträte zu, könnte sie den Namen Ziegeleipark bekommen. Vorher muss allerdings erst noch das hüglige Gelände eingeebnet werden, womit es diesen Monat losgeht. „Dafür müssen 600 Lkw-Ladungen Erde abgefahren werden“, sagt der Makler. Auch die geschützte Zauneidechse muss umziehen: Ein Fachbüro kümmert sich darum, dass die Tiere am Fürstengraben wieder angesiedelt werden – dort ist durch den Abbruch von Kleingärten Platz.

Die komplett erschlossenen Grundstücke zum Preis von 80 bis 95 Euro pro Quadratmeter leisten sich einige Meißner, vor allem aber Leute aus dem Umland – wie Oschatz, Radebeul oder Dresden. „Aufgrund der angemessenen Preise ist Meißen als Ausweichquartier für Dresden oder Weinböhla beliebt“, sagt der Eigentümer. Immerhin gibt es in dem Stadtteil auch schnelles Internet. Offen ist allerdings noch, was aus der alten Ziegelei selbst wird – sie steht unter Denkmalschutz und gehört einem anderen Eigentümer. Denkbar wäre dort etwa ein Umbau in Lofts.